Was kostet ein Bieterverfahren?
Software-Kosten und Kaufnebenkosten transparent aufgeschlüsselt. Plus: warum sich das Verfahren über den Mehrerlös fast immer rechnet.
Was kostet ein Bieterverfahren? Der Überblick
Bei den Kosten eines Bieterverfahrens muss man zwei Dinge sauber trennen: die Kosten der Software, mit der das Verfahren digital abgewickelt wird, und die Kaufnebenkosten der Immobilientransaktion selbst (Notar, Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Maklerprovision). Die Software-Gebühr ist dabei der mit Abstand kleinste Posten.
Die gute Nachricht für Verkäufer: Ein strukturiertes Bieterverfahren erzielt typischerweise 8 bis 18 % höheren Verkaufspreis als ein Festpreisverkauf. Ein einziger Mehrerlös von 5.000 bis 10.000 € deckt die Software-Kosten um ein Vielfaches.
Kosten der Bieterverfahren-Software
Bieterverfahren.App bietet zwei Modelle: einen einmaligen Einzelkauf ohne Abo und monatliche Abos für Makler mit mehreren Verfahren. Jedes Abo enthält zusätzlich den passenden Kaufgebot-Plan gratis.
| Modell | Preis | Für wen |
|---|---|---|
| 1 Verfahren einmalig | 249 € einmalig | Privatverkäufer, einzelnes Objekt, kein Abo |
| Solo | 99 €/Monat | Einzelmakler, 1 Verfahren/Monat |
| Medium | 349 €/Monat | 5 Verfahren/Monat, 3 Team-User, White-Label-Embed |
| Enterprise | 799 €/Monat | 20 Verfahren/Monat, alle Features |
Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf
Diese Kosten fallen bei jedem Immobilienverkauf an, unabhängig vom Bieterverfahren. Sie trägt überwiegend der Käufer. Für Verkäufer und Makler ist es wichtig, sie transparent zu kommunizieren, damit Bieter realistische Angebote abgeben.
Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache und reicht von 3,5 % (Bayern, Sachsen) bis 6,5 % (Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen). Die Notarkosten richten sich nach dem GNotKG und liegen für Beurkundung plus Vollzug bei rund 1,5 % des Kaufpreises, die Grundbuchgebühren bei etwa 0,5 %.
| Kostenpunkt | Höhe | Wer zahlt |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % – 6,5 % | Käufer (je Bundesland) |
| Notarkosten | ca. 1,5 % | Käufer (GNotKG) |
| Grundbucheintrag | ca. 0,5 % | Käufer |
| Maklerprovision | üblich 6 % inkl. MwSt, geteilt | Käufer und Verkäufer je zur Hälfte |
Rechnet sich das? Mehrerlös gegen Kosten
Beispiel: Bei einer Immobilie mit Marktwert 500.000 € bringt ein Bieterverfahren mit angenommenen 10 % Mehrerlös rund 50.000 € zusätzlich. Dem stehen Software-Kosten von 249 € (Einzelkauf) oder wenige Hundert Euro im Monatsabo gegenüber.
Die Transaktionsnebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer) fallen ohnehin an, egal ob Festpreis oder Bieterverfahren. Der einzige zusätzliche Posten ist die Software, und die finanziert sich durch den Mehrerlös typischerweise um das Hundertfache.